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Buchpräsentation Anton Lehmden




Einladung zur Buchpräsentation

Mittwoch, 06. Februar 2019, um 18:30 Uhr
im Festsaal und in der Kirche von St. Georg

Es sprechen die drei Autoren Prof. Werner Jobst (Zur Kirchengeschichte Galatas), Franz Kangler CM (Die Lazaristen in St. Georg) und Alexander Jernej CM (Anton Lehmden im vinzentinischen St. Georg). Begrüßen dürfen wir auch die Tochter des Künstlers Barbara Lehmden.

Im Anschluss Cocktail im Gemeindesaal

Anmeldung

 

 


Istanbul, 9. Jänner 2019

Liebe Freunde von St. Georg!

Gerne möchten wir auch in Istanbul unser neues Buch über St. Georg vorstellen, das wir in Wien Ende November 2018 präsentieren durften.

In Darstellungen vieler Institutionen sowohl in der Türkei als auch im englischen Sprachraum wird gerne von „unserer Mission“ und „unserer Vision“ gesprochen. Gleichzeitig muss man auch auf unser Zögern in der Verwendung dieses Wortes hinweisen, weil dabei doch auch noch Konnotationen früherer religiöser Bestrebungen aufklingen, die in der Türkei zusätzlich noch mit politischen Ansprüchen europäischer Großmächte des 19. Jahrhunderts in Verbindung gebracht wurden.

Für das St. Georgs-Werk war das deshalb nicht so stark der Fall, weil einfach durch unsere 130 Jahre alte Geschichte die respektvolle, ja freundschaftliche Beziehung zum Gastland sichergestellt war. Wir haben bei allen Umbrüchen dieser Zeiten den kirchlichen Namen St. Georg aber stets hoch gehalten, weil wir aus dieser Sendung heraus die Kraft erhalten haben, in manchmal wenig Hoffnung eröffnenden Entwicklungen immer wieder mit Zuversicht in die Zukunft zu schreiten.

Erst kürzlich haben wir von der Schließung durch die französische Besatzungsmacht 1919 berichtet und die Wiedereröffnung in der türkischen Republik des Kemal Atatürk beschrieben, aber auch auf die schwierigen Zeiten des Deutschen St. Georgs-Kollegs von 1938 bis 1944 angesprochen.

Das alles durfte ich im ersten historischen Teil des Buches kurz zusammenfassend beschreiben und dabei an die profunde Fachkenntnis von Univ. Prof. Dr. Werner Jobst anknüpfen, der in einem einleitenden Teil die reichhaltige Geschichte von Galata wachruft und aufzeigt, welch umfangreiches kirchliches Leben hier schon seit byzantinischer Frühzeit bestand. Dem durfte ich dann noch die Neueinbindung in ein langsam sich entwickelndes österreichisches Auslandsschulwesen, vor allem aber auch in  das sich rasant entwickelnde türkische Schulwesen anschließen.

Bei all diesen Änderungen haben wir uns bemüht, in Schule, Spital und Gemeindearbeit den kirchlichen Gründer und Träger präsent zu halten – unser gemeinsamer Nenner ist einfach St. Georg.

Wir wollten aber nicht vor allem ein Werk der Vergangenheit ehren, sondern bewusst als St. Georgs-Werk in die Zukunft blicken. Einen hervorragenden Ansatz dafür gibt uns die gegenwärtige St. Georgs-Kirche, wie sie die visionär denkenden Superioren Raidl und Oitzinger gemeinsam mit dem damals noch jungen österreichischen Künstler Anton Lehmden völlig neu gestaltet haben.

So ist hier ein bedeutendes Kunstwerk entstanden, das noch heute viele Besucher überrascht, die eine solche Kirche in Istanbul nicht erwarten. Die Kirche von St. Georg ist für Anton Lehmden Ausgangspunkt für ein breit verlaufendes religiöses Schaffen geworden, das auch relativ wenig bekannt ist.

Dieser zweite Hauptteil, der wieder federführend von Werner Jobst gestaltet wurde, widmet sich dem künstlerischen Werk Anton Lehmdens. Statt eines ursprünglich geplanten kleinen Kirchenführers ist nun ein großformatiger hochwertiger Kunstband mit umfangreicher Bilddokumentation aller Werke Anton Lehmdens entstanden.

Dieses Buch im bekannten Wiener Verlag Brandstätter sollte eine Freundesgabe für Anton Lehmden zum kommenden 90. Geburtstag am 2. Jänner 2019 werden. Seit Jahrzehnten hat uns mit ihm eine herzliche Freundschaft verbunden. Nun wird es ein Werk In memoriam und wir danken hier vor allem seiner Tochter Barbara Lehmden für die umfangreiche Unterstützung.

Wichtig war uns aber auch, dass in diesem Werk, das viel von Geschichte und Kunst spricht, die Leitfigur für unser Wirken, der heilige Vinzenz von Paul, nicht verlorengeht. Wir haben dabei mit dem gegenwärtigen Superior von St. Georg, Alexander Jernej CM, einen herausragenden deutschsprachigen Fachmann in unserer Mitte. Von ihm stammt der abschließende kurze Teil über die vinzentinischen Wurzeln dieses Werkes, die gleichzeitig den Ausblick in die Zukunft geben.

Dieses Buch wird nun am Mittwoch, 6. Februar 2019 um 18.30 Uhr in St. Georg vorgestellt werden. Neben den drei Verfassern wird auch die Tochter des Künstlers, Frau Barbara Lehmden, anwesend sein.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten, dafür zuvor die kurze Anmeldung auszufüllen.

Franz Kangler CM
Vertreter des Schulträgers

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